Annaberger Weihnachtsmarkt

Eigentlich liegt über der kleinen sächsischen Stadt Annaberg-Buchholz das ganze Jahr ein Hauch von Weihnachten. Doch am Freitag vor dem ersten Advent beginnt hier mit dem traditionellen Pyramidenanschieben einer der romantischsten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Auf dem historischen Markt von Annaberg öffnen die tief verschneiten erzgebirgischen Weihnachtshütten ihre Fensterläden. Die Händler bieten Holzkunst, Klöppelspitzen und süßes Naschwerk an. Dieser Duft nach gebrannten Mandeln, Räucherkerzen und Glühwein ist unwiderstehlich. Ein weiterer Höhepunkt ist der Anschnitt des riesigen Christstollens. Doch auch die Freunde herzhafter Speisen kommen auf ihre Kosten. Das regional bekannte “Neinerlaa”, das aus neun verschiedenen Zutaten besteht, darf natürlich nicht fehlen. Am Samstag freuen sich alle braven Kinder über die Ankunft des Weihnachtsmannes mit seinen Wichteln. Dieser besucht dann täglich den Weihnachtsmarkt und verteilt Süßigkeiten. Doch ein Weihnachtsgedicht oder -lied sollten die Kleinen schon vortragen. Auch in der Wichtelbastelstube und in der Weihnachtsbäckerei sind die Kinder mit ihren Eltern herzlich willkommen.

Lichterglanz und Gemütlichkeit
Aus allen Ecken erklingt festliche Adventsmusik aus den Lautsprechern. Stimmungsvolle Weisen, gespielt von regionalen Blaskapellen auf der Weihnachtsshowbühne, runden die musikalischen Angebote ab. Täglich wird ein Fenster der großen Weihnachtspyramide geöffnet. Kinder aus kirchlichen Einrichtungen gestalten und erzählen biblische Geschichten.
Am vierten Adventssonntag beschließt die Große Bergparade der Bergknappschaften den Annaberger Weihnachtsmarkt. Diese schöne Tradition wird seit vielen Jahren erhalten und gepflegt und es nehmen nicht nur Bergbrüderschaften aus Sachsen daran teil, sondern aus allen Bergbauregionen der Bundesrepublik. Anschließend kommt es vor der St. Annenkirche zu einem großen Bergkonzert. Der Bergmannsgruß “Glück auf” begleitet die gesamten farbenfrohe Parade.

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